Neue Mitarbeiter*innen im Wintersemester 2022/23

Das Institut für Slawistik der Universität Wien und die Studienprogrammleitung Slawistik freuen sich, im Wintersemester 2022/23 neue Mitarbeiter*innen am Institut begrüßen zu dürfen.

MMag. Sanja Abramović-Pelzelmayer

Lehrbeauftragte für Fachdidaktik

Sanja Abramović-Pelzelmayer hat Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Deutsche Philologie (Diplom- und Lehramtsstudium) an der Universität Wien studiert. Seit 2008 arbeitet sie als AHS-Lehrerin für Deutsch und Kroatisch und betreut Lehramtsstudierende als Mentorin. Sie war als Innenrevisorin an der Erstellung von Prüfungsaufgaben in der Volksgruppensprache Kroatisch tätig und arbeitet mit an der Erstellung der Reifeprüfung im Fach Kroatisch.

Ab 2022 ist sie am Institut für Slawistik im Bereich der Fachdidaktik Bosnisch/Kroatisch/Serbisch tätig.

Univ.-Prof. Galyna Babak, BA MA MA PhD

Gastprofessorin

Galina Babak schloss ihr Studium der ukrainischen Literatur und Sprache an der Nationalen Universität Charkiw im Jahr 2012 ab (Bc, MA). Im Jahr 2020 promovierte sie in slawischen Literaturen an der Karlsuniversität (Prag) mit ihrem Dissertationsprojekt Rezeption des russischen Formalismus in der ukrainischen Kultur der Zwischenkriegszeit. Von 2020 bis 2021 war sie Pontica Magna Research Fellow am New Europe College (Bukarest, Rumänien). Im Jahr 2022 war sie Gerda Henkel-Forschungsstipendiatin am Center for Advanced Study Sofia (Bulgarien).

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte mit einem Fokus auf Literaturtheorie und vergleichenden Literaturen, vor allem der ukrainischen und russischen. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Projekt der "sowjetischen Modernisierung" der 1920er - Anfang der 1930er Jahre in der Ukraine sowie der politischen und kulturellen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sie ist Autorin der Monographie (in Co-Autorenschaft mit Alexander Dmitriev) Atlantida sovetskogo nacmodernizma. Formal’nyj metod v Ukraine (1920-e – načalo 1930-ch). (Novoe literaturnoe obozrenie, 2021).

Anastasiia Bonch-Osmolovskaia, PhD

Lehrbeauftragte für Digital Humanities

Anastasiia Bonch-Osmolovskaia promovierte in Linguistik. Ihre Dissertation war einer Korpusstudie über russische Dativsubjekte gewidmet. Sie war akademische Leiterin der Masterstudiengänge Computerlinguistik und Digital Humanities an der Higher School of Economics in Moskau. Sie ist Mitglied der Russian Association for Digital Humanities (DH-Russia) und Mitbegründerin der unabhängigen Gemeinschaft für digitale Geisteswissenschaftler DH-CLOUD. Ihre wichtigsten aktuellen Projekte sind das Russian National Corpus 2.0 und die Digitalisierung der Gesamtausgabe von Lev Tolstoj. Ihre Forschungsschwerpunkte sind digitale Archive, linguistische und andere Textkorpora sowie die Anwendung quantitativer Methoden in den Bereichen Sprache, Literatur und Kultur.

Mag. Jasmin Degenhart

Lehrbeauftragte für Bulgarisch

Jasmin Degenhart ist Slawistin mit den Schwerpunkten Russistik und Bulgaristik. Derzeit ist sie als OEAD-Lektorin an der Universität Sv. Kliment Ohridski in Sofia tätig.

2014-2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Slawistik der Universität Salzburg, wo sie auch aktuell ihr Doktoratsstudium (Linguistik, Russisch) absolviert. Ihr Forschungsinteresse ist im Bereich der Pragmatik und Semantik angesiedelt.

2017 und 2018 engagierte sie sich als Schreibmentorin des Center for Teaching and Learning der Universität Wien am Institut für Slawistik. Seit 2012 unterrichtet sie Bulgarisch, Russisch und Deutsch als Fremd-/Zweitsprache in Kooperation mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und Hochschulen. Ihre kulturwissenschaftliche Diplomarbeit (2010) setzte sich mit den Helden des russischen Zaubermärchens und darauf basierenden mentalen Konzepten in Russland auseinander.
In ihrem BA-Studium der Bulgaristik an der Universität Wien fokussierte sie sich auf Übersetzung bulgarischer Erzählungen und Gedichte ins Deutsche.

(Auslands-)Studium und Fortbildungen in Salzburg, Wien, Moskau und Sofia sowie Sommerkurse und Konferenzteilnahmen im deutschsprachigen und slawischen Raum.

Oleksandra Didukh, BA MA

Universitätsassistentin für ukrainische Sprachwissenschaft

Oleksandra Didukh schloss 2012 den Bachelor-Studiengang in Philologie (Sprache und Literatur) an der Nationalen Universität "Kyiv-Mohyla Akademie" ab. Von 2012 bis 2014 absolvierte sie den Masterstudiengang in Philologie, Theorie, Literaturgeschichte und vergleichende Studien. Von 2013 bis 2014 war Oleksandra Erasmus-Studentin an der Katholischen Universität Leuven, wo sie 2015 auch einen Master-Abschluss (Master of Arts. Westliche Literatur) erwarb.

Während des Studiums interessierte sich Oleksandra für das Übersetzen und Dolmetschen und belegte die entsprechenden Fachkurse. Sie arbeitete als Dolmetscherin und Übersetzerin für die ukrainischen Delegationen bei der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament sowie für Volvo Trucks. Außerdem hat sie Sprachen unterrichtet, insbesondere Ukrainisch für Ausländer.

Zu den Forschungsinteressen von Oleksandra gehören Sprachentwicklung, Sprachpolitik und die Geschichte der ukrainischen Sprache. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Geige und geht gerne joggen und wandern.

Ab Januar 2023 wird Oleksandra als Doktorandin unter der Leitung von Univ. Prof. Mag. Dr. Dr. h.c. Prof. h. c. Michael Moser arbeiten.

Olivia Höffernig, BA BEd MA MA

Lehrbeauftragte für Fachdidaktik

Olivia Höffernig absolvierte in den Jahren 2011 bis 2018 das Bachelorstudium Transkulturelle Kommunikation sowie die beiden Masterstudien Dolmetschen und Übersetzen mit der Sprachkombination Englisch/Russisch an der Karl-Franzens-Universität Graz. Im Sommer 2017 war sie als Organisationsassistentin des russisch-österreichischen Sommerkollegs „Tandem“ an der Linguistischen Universität in Nizhny Novgorod tätig. Nach ihrem Umzug nach Wien im Jahr 2018 entschloss sie sich, das Bachelorstudium Lehramt für Englisch/Russisch zu beginnen, welches sie im März 2021 erfolgreich abschloss.

Parallel zu ihrem Masterstudium ist sie nun bereits im vierten Dienstjahr als Lehrkraft an einer Wiener Mittelschule tätig. Neben Englisch und Russisch sowie weiteren Fächern unterrichtet sie dort seit April 2022 auch mehrere Stunden pro Woche geflüchtete ukrainische Kinder in einer sogenannten Klasse mit Schwerpunkt Deutsch-Ukrainisch.

Im Wintersemester 2022/23 hält sie die Lehrveranstaltung Vorbereitung auf das Schulpraktikum und Reflexion der Unterrichtserfahrung.

Univ.-Prof. Kirill Kobrin, MA PhD

Gastprofessor

Kirill Kobrin wurde 1964 in Gor'kij (UdSSR) geboren. 1986 schloss er sein Studium der Geschichte an der Staatlichen Universität Gor'kij ab und verteidigte 1993 seine Dissertation in Mediävistik. Von 1986 bis 2000 lehrte er Geschichte an der Pädagogischen Universität von Nižnij Novgorod und arbeitete von 2000 bis 2021 bei Radio Free Europe/Radio Liberty (Russian Service) in Prag. Von 2009 bis 2012 war er Chefredakteur. Von 2000 bis 2005 war er Redakteur der Zeitschrift Novoe literaturnoe obozrenie (Moskau) und von 2005 bis heute ist er Chefredakteur der Zeitschrift für Kulturanthropologie, Politikwissenschaft und Soziologie Neprikosnovennyj zapas (Moskau).

Seit 2017 war er Gastprofessor an der Sichuan University (Chengdu, China), am Grinnell College (Iowa, USA) und an der Lettischen Akademie der Künste (Riga, Lettland, seit 2018). Er ist Autor von 30 Büchern und zahlreichen Veröffentlichungen in der akademischen Presse und den Medien. Mitbegründer und Mitherausgeber des Internetprojekts post(non)fiction. Häufige Beiträge für das Portal OpenDemocracy (London, Vereinigtes Königreich), die Zeitschriften Nemunas (Kaunas, Litauen), Rigas Laiks (Riga, Lettland) und Tribune (London, Vereinigtes Königreich). Seine Bücher und Einzeltexte wurden ins Englische, Ukrainische, Lettische, Litauische, Deutsche, Italienische, Französische, Türkische und Chinesische übersetzt. Kirill Kobrin schreibt und unterrichtet auf Russisch und Englisch. Er lebt in Riga und Prag.

Zu seinen akademischen Interessen gehören kulturelle und ideologische Aspekte der europäischen Moderne, die Geschichte des russischen sozialen Denkens und des russischen Sozialismus, der sowjetische künstlerische, musikalische und literarische Underground sowie soziopolitische Aspekte des sowjetischen Modernismus.

Mag. Dr. Elena Messner

Projektmitarbeiterin (Elise-Richter-Programm)

Elena Messner wurde 1983 in Klagenfurt/Celovec geboren und ist als Kärntner Slowenin zweisprachig dort sowie in Ljubljana und Salzburg aufgewachsen. Sie studierte Komparatistik und Cultural Studies/Kulturwissenschaften sowie als Wahlfächerfach Slawistik in Wien und Aix-en-Provence. Sie forschte und arbeitete im Zuge ihres Doktoratsstudiums mehrere Jahre in Beograd, sowie in Sarajevo und Zagreb. Von 2013-2018 unterrichtete sie an der Germanistik in Aix-en-Provence und Marseille. Seit 2014 lehrte sie laufend am Institut für Slawistik der Universität Klagenfurt.

Sie realisierte regelmäßig wissenschaftliche und künstlerische Projekte und kuratierte bzw. koordinierte mehrere Ausstellungen und kulturelle Großveranstaltungen mit: 2011 im Auftrag des serbischen Kulturministeriums Koordination Schwerpunktland Serbien auf der Leipziger Buchmesse, 2011-2015 im Auftrag des Quartier21 Ko-Kuratierung der „Literaturpassage“ und des MQ-Sommerloch Literaturfestivals im Museumsquartier Wien, 2019 Ko-Kuration mit Brigita Malenica: „Barabern und Strawanzen“, München, interventionistische Ausstellung zum Thema Migration, 2019/2020 Kollektiv-Kuration: MUSMIG - Museum der Migration; 2020 Ko-Kuration mit Nils Olger: #hgmneudenken (Arsenal, Objekt 1), 2022 Ko-Kuration mit Dana Rausch und Tobias Zarfl: Solidarität an der Grenze (Kärntner Literaturarchiv et al.).

2014 erschienen ihre Dissertation über die "Postjugoslawische Antikriegsprosa" (Turia+Kant) sowie ihr Debütroman "Das lange Echo" (Edition Atelier), der unter dem Titel "Cet écho infini" von Chantal Herbert ins Französische übersetzt wurde. Im Herbst 2016 folgte der zweite Roman "In die Transitzone, 2020 der dritte Roman "Nebelmaschine". Zudem wurden bislang vier ihrer Theaterstücke aufgeführt.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatursoziologie und Übersetzungsmarkt, interkultureller literarischer Transfer, Globalisierung, Migration und Literatur, (Anti-)Kriegsliteratur bzw. posttraumatische Literatur im 20. und 21. Jahrhundert, Museumswissenschaften, Memory Studies, Intertextualität, Praxis der Literaturvermittlung, feministische Übersetzungs- und Literaturtheorien.

Ab Jänner 2023 wird sie als Senior Scientist (Elise-Richter, FWF) am Institut für Slawistik der Universität Wien zu Übersetzungs- und Kanonisierungsstrategien in gynozentrischen Zeitschriften im ehemaligen Jugoslawien forschen.

Jüngste Herausgeberschaften:
Mit Peter Pirker: Kriege gehören ins Museum! Aber wie? Edition Atelier, Wien 2021
Mit Tobias Zarfl und Dana Rausch: Solidarität an der Grenze. Solidarnost ob meji. Drava, Klagenfurt 2021
Mit Dominik Srienc und Ute Liepold: Abziehbilder/Odlepke. Kärnten Koroška Корошка. Drava, Klagenfurt 2021

Weitere wissenschaftliche Buch- und Artikelpublikationen, Vorträge sowie Lehre unter:
https://www.elena-messner.com/wissenschaft

Jüngste Auszeichnungen und Förderungen:
2021-22 Post-Doc-Stipendiatin der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.
2021 Kärntner Förderungspreis für Literatur
2022 Arbeitsstipendium für Literatur der Stadt Wien
2022-2023 Post Doc Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW)
2022-2023 Langzeitstipendium für Literatur des Bundesministeriums (BMKOES)
Ab 2023 Senior Scientist, Elise Richter Grant (FWF)

Dr. Dionisi Nikolov, M.A.

Lehrbeauftragter für Bulgarisch

Dionisi Nikolov studierte Slawische Philologie (Russisch, Polnisch, Bulgarisch) und Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und schloss sein Magisterstudium im Jahr 2008 ab. Anschließend promovierte er im Bereich der slawischen Sprachwissenschaft und Unternehmenskommunikation an der TU Dresden (Thema der Dissertation: Strategien der Selbstdarstellung russischer Unternehmen auf ihren Webseiten.)

Seit 2009 ist Dionisi Nikolov in unterschiedlichen Positionen an der Wirtschaftsuniversität in Wien tätig. In dieser Zeit hat er als Universitätsassistent und Lektor am Institut für Slawische Sprachen auf dem Gebiet der Unternehmenskommunikation sowie der interkulturellen Kommunikation geforscht, an mehreren wissenschaftlichen Projekten mitgearbeitet sowie Russisch und Russische Wirtschaftskommunikation unterrichtet. Von 2015 bis 2018 hat er zudem am Institut für Wirtschaftspädagogik das EU-Erasmus+-Projekt „CACTLE“ (Central Asian Center for Teaching Learning and Entrepreneurship) koordiniert, in dessen Rahmen an neun zentralasiatischen Universitäten ein virtuelles Lehr- und Lernzentrum für hochschuldidaktische und betriebliche Weiterbildung gegründet wird. Seit 2019 ist er als Rektoratsassistent mit Schwerpunkt Forschung im Büro des Rektorats der WU Wien tätig.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Pragmalinguistik (u. a. Axiologie), Diskurslinguistik, Unternehmenskommunikation und interkulturelle Kommunikation. Er verfügt über langjährige (universitäre) Lehrerfahrung, vor allem auf dem Gebiet der Sprachdidaktik (Bulgarisch, Russisch, Russische Wirtschaftskommunikation) sowie der Interkulturellen Kommunikation.

Aleksandar Ranković, BA MRes

Lehrbeauftragter für südslawische Literatur- und Kulturwissenschaft

Aleksandar Ranković ist Doktorand am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Mitglied der interdisziplinären Forschungsplattform Transformations and Eastern Europe. In seinem Dissertationsprojekt untersucht er die historischen Dimensionen der Kriegsdienstverweigerung und des Antimilitarismus im späten Jugoslawien. Dabei werden insbesondere feministische und homosexuelle Akteur:innen berücksichtigt sowie transformations- und geschlechtergeschichtliche Ansätze kritisch miteinander verbunden werden. Darüber hinaus geht er der Frage nach, welches Wissen mit den fragmentarischen Archiven von Aktivist:innen erarbeitet werden kann.

Neben seiner Promotion engagiert er sich ebenfalls in Forschungsdiskursen zu heritage scholars in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft und zur Rolle postmigrantischer Erfahrungen in der Wissensproduktion über (Post-)Jugoslawien.

Von 2013 bis 2018 studierte er Politik- und Sozialwissenschaften an der Sciences Po Paris in Frankreich und Osteuropastudien an der School of Slavonic and East European Studies (University College London) in Großbritannien. Gastaufenthalte verbrachte er an der Boğaziçi University in Istanbul, der Freien Universität Berlin und am Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Ljubljana. Zudem ist er Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.