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Wechselwirkungen
Österreichische Literatur im internationalen Kontext
Informationen zur Reihe

Herausgegeben von
Norbert Bachleitner
Leopold R.G. Decloedt
Wynfrid Kriegleder
Stefan Simonek


Peter Lang Verlag
Bern - Berlin - Bruxelles - Frankfurt a.M. - New York - Oxford - Wien
ISSN: 1424-7674


 

Band 21


Lyubomyr Borakovskyy


Zwischen Liebe,
Verständigung und Hass:
Die Darstellung religiöser Konflikte
in der Literatur Galiziens (1848-1914)

 


Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2016
ISBN: 978-3-631-66672-2

 


Das Buch bringt religiöse Konflikte in der galizischen Literatur zur Darstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse von literarischen Werken, die zwischen 1848 und 1914 entstanden, als Galizien noch „österreichisch" und durch eine große ethnisch-konfessionelle Vielfalt geprägt war. Zugleich stellt die Studie den Versuch dar, die literarische Deutung konfessioneller Beziehungen zwischen der römisch-katholischen, griechisch-katholischen und jüdischen Bevölkerung in Galizien unter Berücksichtigung ästhetisch-ideologischer und nationaler Perspektiven zu erforschen. Aus diesem Grund erfolgen Analysen deutschsprachiger, ukrainischer und polnischer Werke von Autoren mit unterschiedlichem ethnisch-konfessionellen Hintergrund.


Band 20

Österreichische und
ukrainische Literatur
und Kunst

Kontakte und Kontexte
in Moderne und Avantgarde


Herausgegeben von:
Vera Faber
Dmytro Horbachov
Johann Sonnleitner

Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2016
ISBN: 978-3-631-66616-6


Der Band widmet sich den Wechselbeziehungen, Wechselwirkungen, aber auch Analogien und auffälligen Divergenzen zwischen Kunst, Literatur und Wissenschaft im Wien der Jahrhundertwende sowie in der ukrainischen Moderne und Avantgarde. Die kulturellen Beziehungen zwischen der Ukraine und Österreich werden gerade nach 1918 immer spärlicher, dennoch scheint es lehrreich, die Affinitäten und Kontraste zwischen den zunehmend auseinanderdriftenden kulturellen Räumen zu beschreiben und zu beobachten. Der Band macht zudem viele beeindruckende ukrainische Forschungsleistungen erstmals in deutscher Sprache zugänglich. Überdies enthält er umfangreiches Bildmaterial zur ukrainischen literarischen und bildkünstlerischen Avantgarde sowie zum futuristischen und konstruktivistischen Bühnenbild.

 


Band 19

Traditionsbrüche
Neue Forschungsansätze
zu Hermann Bahr


Herausgegeben von:
Tomislav Zelić


Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2016
ISBN: 978-3-631-66271-7



Fachleute aus den Bereichen der Germanistik und Komparatistik verfolgen in diesem Sammelband neue Forschungsansätze zu Hermann Bahr. Sie untersuchen Diskurse über Kaiserreich und Königtum, Krise und Kritik, Kairos und Katastrophe, Krieg und Kultur in den Essays und Reiseberichten, Zeitungsartikeln und Tagebüchern, aber auch Romanen und anderen Schriften eines Hauptvertreters der Wiener Moderne. Es werden kulturtheoretische Fragen nach der Konstitution und Konstruktion von Identität und dem Zulassen von Differenz gestellt – sowie nach den Konversionen der Weltanschauungen, Ideologien und Religionen vom Provinzialismus und Kosmopolitismus über Nationalismus, Militarismus und Imperialismus zu Katholizismus und Antisemitismus, Austroslawismus, Austromarxismus und Austro-Europäertum.


Band 18


Stefan Simonek


Von Lenau zu "Laibach"

Beiträge zu einer
Kulturgeschiche Mitteleuropas

 

Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2016
ISBN: 978-3-631-66886-3


Die Beiträge dieses Bandes behandeln unter primär komparatistischer Perspektive Muster kultureller Rezeption und Interaktion in Mitteleuropa mit einem Schwerpunkt auf der Moderne; der Fokus liegt dabei auf der tschechischen, ukrainischen und slowenischen Literatur und deren Kontextualisierung im Rahmen der Donaumonarchie. Mitteleuropa wird als Region ausgewiesen, die um das Jahr 1900 von verschiedenen kulturellen und sprachlichen Codes und von deren spezifischer Engführung geprägt war. Weiter zeigt der Band, dass sich die Verknüpfung dieser Codes in modifizierter Form auch bis in die mittelbare Gegenwart beobachten lässt.

 


Band 17

Nach Wien!
Sehnsucht, Distanzierung, Suche.
Literarische Darstellungen Wiens
aus komparatistischer Perspektive


Herausgegeben von:
Norbert Bachleitner
Christine Ivanovic


Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2015
ISBN: 978-3-631-66659-3



„Nach Wien!“ - der Titel des vorliegenden Bandes gibt das Echo der Großstadtsehnsucht von Čechovs Drei Schwestern mit einem Augenzwinkern wieder und hat dabei zugleich den Ernst der Lage derjenigen im Blick, für die Wien im symbolischen Sinn die Bewahrung ihrer kulturellen Identität und im pragmatischen Sinn das Überleben bedeutete. Die Beiträge fokussieren auf Darstellungen der Stadt aus der Distanz, auf meist erst im Nachhinein festgehaltene Wahrnehmungen, Erfahrungen, Einschätzungen vorübergehender BewohnerInnen oder BesucherInnen Wiens. Sie haben einen Teil ihres Lebens hier verbracht, bevor sie die Stadt verließen, oder sie sind Durchreisende gewesen, die sich nur für einige Zeit hier aufgehalten haben: Fremde eher als Einheimische, Studentinnen oder Autorinnen, Bildungsreisende und PauschaltouristInnen, MigrantInnen und Arbeitssuchende, nicht zuletzt Displaced Persons und HeimkehrerInnen aus der Emigration.


Band 16


Alois Woldan


Beiträge zu einer Galizienliteratur

 

Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2015
ISBN: 978-3-631-65824-6


Die Aufsätze in diesem Band behandeln Aspekte des literarischen Lebens in Galizien vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie basieren zum großen Teil auf vergleichenden Untersuchungen, die polnische, ukrainische und deutschsprachige Texte mitberücksichtigen. So können sowohl allgemeine und theoretische Aspekte wie Identität, Mehrsprachigkeit oder Gedächtnisorte als auch Themenkomplexe aus dem Raum Galizien (Huzulen, Erdölthematik, Stadttext von Lemberg) erörtert werden. Dazu kommen Studien zu einzelnen polnischen und ukrainischen Autoren wie Ivan Franko, Jerzy Harasymowicz, Andrzej Kuśniewicz, Andrzej Stasiuk, Andrzej Stojowski und Jurij Andruchovyč, die im galizischen Kontext verortet werden.

 


Band 15


Erika Regner


Ungarndeutsche Literatur

 


Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main u.a. 2014
ISBN: 978-3-631-65133-9

 


Die sogenannte ungarndeutsche Literatur ist ein schwer zu handhabendes Phänomen, da ihre Bedeutung – wie oft bei deutschsprachiger Literatur außerhalb des deutschen Sprachraums – weit über ihre rein literarische hinausgeht. Der Band wirft einen zeitgenössischen Blick auf diese Literatur und zeigt so die Ursachen und Gefahren der Diskrepanz auf. Die jüngste Generation ungarndeutscher Schriftsteller, die seit 2000 publiziert und bisher kaum literaturwissenschaftliche Beachtung fand, bildet den Ausgangspunkt: Ihr Schaffen wird gemeinsam mit dem ungarndeutschen Literaturbetrieb analysiert und theoretisch kontextualisiert. Dies gibt Aufschluss über die besondere Situation der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn hinsichtlich Sprachgebrauch, Schulbildung und Identitätskonstruktion.


Band 14


Zita Veit

Von "Die Tartarn in Ungarn"
bis zu "Moderne Helden"

Ungarisch-deutsche Dramenübersetzungen
in der Habsburgermonarchie
und ihre Ungarnbilder


Peter Lang Verlag
Frankfurt am Main 2013
ISBN: 978-3-631-63348-9

 

In der deutschsprachigen Literatur bildete sich Anfang des 19. Jahrhunderts ein romantisches Ungarnbild heraus, das mit der Trias Liebe, Wein und Freiheit beschrieben werden kann. Inwieweit diese Wahrnehmungs- und Repräsentationsschemata in den ungarisch-deutschen Dramenübersetzungen der Habsburgermonarchie unterstützt bzw. mitkonstruiert wurden, zeigt die Analyse der Peritexte dieser Übersetzungen. Auch das Korpus der publizierten ungarisch-deutschen Dramenübersetzungen des 19. Jahrhunderts wird erarbeitet, wobei die Übersetzer und Übersetzerinnen sowie ihr Umfeld ebenso erforscht werden. Diese Forschungsarbeit zeigt die Wurzeln einer noch immer aktuellen Wahr-nehmung Ungarns auf und untersucht die Rolle der Übersetzungen in asymmetrischen Machtverhältnissen zwischen Kulturen.


Band 13

Von aussen betrachtet
Österreich und die österreichische Literatur im Spiegel der Auslandsrezeption

Herausgegeben von:
Anthony Bushell
Dagmar Košťálová



Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2007
ISBN: 978-3-03910-961-6

 

Auf Grund des stürmischen Verlaufes der österrei- chischen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert ist die literarische Auseinandersetzung mit dieser Geschichte Schauplatz eines fesselnden aber schmerzhaften Prozesses der Selbstkritik, der auch vor einem internationalen Leserpublikum ausgetragen wird. Das Rezipieren der facettenreichen Literatur Österreichs und seines literarischen Erbes im Ausland ist Thema dieses Sammelbandes, in dem Germanisten und Literaturwissenschaftler/innen aus den Nachbarländern verschiedene Aspekte österreichischer Literatur und die Werke prominenter österreichischer Autoren und Autorinnen berücksichtigen und erläutern.


Band 12


Günther Wytrzens


Slawische Literaturen -
Österreichische Literatur(en)

Herausgegeben von:
Fedor B. Poljakov
Stefan Simonek


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2009
ISBN: 978-03911-205-0


Über zwanzig Aufsätze von Günther Wytrzens werden in diesem Band erstmals in gebündelter und komplemen- tierender Form vorgelegt. Die zum Teil bisher auf Deutsch nicht erhältlichen Aufsätze thematisieren die Wechselbeziehungen zwischen den slawischen Literaturen und Osterreich. Wytrzens' Studien reichen vom Zeitalter Peters des Großen bis zur Moderne und von der bulgarischen über die polnische bis zur russischen Literatur. Sie behandeln eine Vielzahl von komparatistischen Fragestellungen jenseits klar gefasster National literaturen. Die untersuchten Phänomene wie literarische Zweisprachigkeit oder kulturelle Mehrfachidentität stellen das Konzept einer rein monolingualen, sprachlich klar abgegrenzten österreichischen Literatur in Frage.


Band 11


Kurt Ifkovits


Hermann Bahr - Jaroslav Kvapil

Briefe, Texte Dokumente

Unter Mitarbeit von
Hana Blahová


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2007
ISBN: 978-3-03910-990-6


Die in diesem Band erstmals publizierte Korrespondenz des österreichischen Schriftstellers Hermann Bahr mit dem tschechischen Autor, Theatermann und Politiker Jaroslav Kvapil beleuchtet ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Berührung der slawischen mit der deutschsprachigen Kultur. Im Zentrum stehen dabei die vielfaltigen ästhetischen wie (kultur-)politischen Aktivitäten der beiden Protagonisten, die zweifellos zu den exponiertesten Künstlern ihrer Zeit und ihres Sprachkreises zählten. Obwohl sie die engstirnigen nationalen Vorstellungen ihrer Zeit nicht teilten, werden die unterrchiedlichen Ansichten der beiden Künstler spätesters in der Zeit des Ersten Weltkrieges transparent. Während Hermann Bahr die Beschäftigung mit Böhmen dazu diente, so etwas wie eine genuin österreichische (später: europäische) Identität zu konstruieren und an die Reformierbarkei Österreichs in einen Staat sich selbst und frei bestimmender Völker glaubte, war Kvapil an der Entstehung der Tschechoslowakei entscheidend beteiligt. Trotz dieser Differenzen hielt der 1896 einsetzende Briefwechsel bis zu Bahrs Tod an.


Band 10

Die Wiener Moderne
in slawischen Periodika
der Jahrhundertwende

 

Herausgegeben von:
Stefan Simonek

 

Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2006
ISBN: 3-03910-818-2


Dieser Band versammelt Beiträge eines Symposiums zur Wiener Moderne in slawischen Periodika der Jahr- hundertwende, das im Herbst 2004 in Wien stattfand. Ausgehend von fünf Beispielen aus dem russischen, zwei aus dem polnischen und je einem aus dem ukrainischen, tschechischen und slowenischen Zeitschriftenwesen um 1900 ergibt sich ein vielgestaltiges Bild der Aufnahme der Wiener Moderne von slawischer Seite: Während die stilistische Meisterschaft etwa der Texte Hugo von Hofmannsthals und Arthur Schnitzlers durchaus anerkannt wurde, stieß man sich an der angeblichen Oberflächlichkeit dieser Literatur und damit an genau jenen textuellen Momenten, die später für eine Neueinschätzung der Wiener Moderne im Zeichen postmoderner Theoriebildung verantwortlich waren.


Band 9


Erwin Köstler


Vom  kulturlosen Volk
zur europäischen Avantgarde.

Hauptlinien der Übersetzung, Darstellung und Rezeption slowenischer Literatur im deutschsprachigen Raum


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2006
ISBN: 3-03910-778-X


Die Studie befaßt sich mit der Geschichte der Über- setzung slowenischer Literatur ins Deutsche. Deren Entwicklungslinien zeichnet sie exemplarisch anhand der Übersetzung von Volksdichtung (als Beginn einer nennenswerten übersetzerischen Tätigkeit in der vorromantischen Epoche) sowie dreier als klassisch geltender slowenischer Autoren (Prešeren, Cankar, Kosovel) nach. Die beobachtbare Tatsache, daß slowenische Literatur im deutschsprachigen Raum bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts vergleichsweise schwach rezipiert wurde, veranlaßt den Autor zu einer Untersuchung der geistesgeschichtlichen Umfelder, in denen es über zweihundert Jahre kaum zu einer auf Nachhaltigkeit abgestellten Vermittlung slowenischer Literatur in den deutschsprachigen Raum kam. Die Analyse der von Herausgebern und Kommentatoren gepflogenen Darstellungsweisen fördert charakteristische Einstellungen zutage, die eine ideologisch unbelastete Auseinandersetzung mit der slowenischen Literatur lange Zeit verhinderten.


Band 8


Hannes Schweiger


Failing better

Die Rezeption Samuel Becketts in Österreich


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2005
ISBN: 3-03910-588-4


Failing better – das ist einer der Kerngedanken, der Samuel Becketts Schreiben antrieb. Vom "besseren Scheitern" kann im Falle der Reaktionen der Literatur- und Theaterkritik in Österreich auf Becketts Werke nur bedingt gesprochen werden. Vielmehr scheitern die KritikerInnen immer wieder an der Komplexität der Texte und bedienen sich schablonenhafter Urteile. Die Studie zeigt die Entwicklung Becketts vom umstrittenen Skandalautor der fünfziger Jahre zum so genannten Klassiker der Avantgarde. Die Theorien Pierre Bourdieus als methodische Grundlage ermöglichen dabei einen soziologischen Blick auf die Rezeption Becketts, der die Zusammenhänge zwischen Literatur und gesellschaftlichen, politischen und historischen Prozessen sichtbar werden lässt. Über die Reaktionen der Kritik hinaus wird auch der produktive Dialog österreichischer AutorInnen wie Friederike Mayröcker oder Peter Handke mit Samuel Beckett untersucht. Mit dieser Studie wird erstmals die Rezeption Becketts in Österreich umfassend dargestellt und zahlreiche bislang ,nicht aufgearbeitete Quellen werden erschlossen. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist auch eine Dokumentation sämtlicher Beckett-Inszenierungen in Österreich sowie der dazugehörigen Kritiken.


Band 7

Übergänge und Verflechtungen
Kulturelle Transfers in Europa


Herausgegeben von:
Gregor Kokorz
Helga Mitterbauer


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2004
ISBN: 3-03910-398-9



Ausgehend von einem dynamischen Kulturbegriff, in dem die Vorstellung einzelner voneinander unabhängig existierender Nationalkulturen aufgehoben wird, setzt sich der Band mit den vielfältigen kulturellen Ver- schränkungen im europäischen Raum auseinander. Auf der Basis der Kulturtrans- ferforschung werden in 15 Fallstudien kulturelle Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen europäischen Ländern beschrieben und ihre Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung analysiert. Der zeitliche Bogen spannt sich dabei vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und macht so deutlich, dass kulturelle Austauschprozesse nicht ausschließlich ein Phänomen der Gegenwart sind, sondern eine Grundkonstante kultureller Entwicklung darstellen. Einen zentralen Schnittpunkt bildet die Wiener Moderne, für deren Erforschung sich die Transferperspektive als äußerst fruchtbar erwiesen hat, weil die bewusst kosmopolitische Öffnung zu anderen Metropolen sowie die innerhalb des Habsburgischen Vielvölkerstaats bestehende ethnische und kulturelle Heterogenität ein konstituierendes Merkmal der Epoche bilden. Ergänzt wird dieser Forschungsbereich durch Untersuchungen von Transferprozessen zwischen dem deutschen, französischen und englischen Raum sowie durch Beispiele transkontinentaler Austauschprozesse. BeiträgerInnen aus nicht weniger als acht Disziplinen und sieben Ländern gewährleisten dabei eine vielschichtige Perspektive auf das Phänomen kultureller Wechselwirkungen.


Band 6

Beziehungen und Identitäten:
Österreich, Irland und die Schweiz

Connections and Identities:
Austria, Ireland and Switzerland

Herausgegeben von / Edited by:
Gisela Holfter
Marieke Krajenbrink
Edward Moxon-Browne


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2004
ISBN: 3-03910-430-6


Die hier gesammelten Artikel ergeben ein facetten- reiches Bild der irisch-schweizerischen und irisch-öster- reichischen Beziehungen und Identitätsfragen speziell in Österreich und in der Schweiz. Der Band versteht sich als Beitrag zur kontinuierlichen Erkundung und Hinterfragung europäischer Befindlichkeiten und Verbindungen im Wandel der Zeit. Parallelen zwischen Österreich und Irland, die sich beide mit einem großen, zum Teil übermächtigen Nachbarn auseinandersetzen müssen, was historisch, linguistisch und politisch seine Spuren hinterlässt, werden thematisiert. Gleiches gilt für Irland und die Schweiz, hier sind u.a. Fragen der Mehrsprachigkeit, der Umgang mit der Neutralität und frühe Verbindungen durch die iro-schottische Mönchsmission von Bedeutung (die beiden letztgenannten Aspekte gelten natürlich auch für Österreich).

The principal themes of the volume are questions of identity in Austria and Switzerland, as well as relationships between both these countries and Ireland. The contributors, collectively and individually, explore and analyse distinctive European mentalities as well as their connections, and evolution, over time. The three countries share the experience of hugely influential and at times overpowering neighbours; neutrality in foreign policy; and links at many levels that reach far into the past.


Band 5


Stefan Simonek


Distanzierte Nähe.
Die slawische Moderne der Donaumonarchie und die Wiener Moderne.


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2002
ISBN: 3-906769-49-6



Die Beziehungen zwischen den slawischen Literaturen der Donaumonarchie und der Wiener Moderne waren von einer grundlegenden Ambivalenz geprägt, die Zustimmung und Ablehnung gleichzeitig ermöglichte. Ausgehend von den theoretischen Ansätzen des literarischen Zwischenfeldes (Z. Konstantinović) und der Pluralität (M. Csáky) zeigt das vorliegende Buch am Beispiel von T. Rittner, M. Čeremšyna, J. S. Machar und I. Cankar, wie sich Autoren der slawischen Moderne des zentraleuropäischen Raumes teils zustimmend und teils ablehnend zu ihren Zeitgenossen der Wiener Moderne positionierten. Auf diese Weise entsteht ein facettenreiches Bild der österreichisch-slawischen literarischen Wechselbeziehungen im Zeichen der Jahrhundertwende.


Band 4

Arthut Schnitzler:
Zeitgenossenschaften
Contemporaneities



Herausgegeben von / Edited by:
Ian Foster
Florian Krobb


Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2002
ISBN: 3-906768-20-1


Arthur Schnitzler durchlebte eine Zeitenwende: der Erste Weltkrieg verwandelte Österreich von einem multinationalen Imperium in einen deutschsprachigen Kleinstaat. Beides, das Vorher und das Nachher, markiert Schnitzlers Zeitgenossenschaft. Er lebte in einer geistesgeschichtlichen und literarischen Umbruchsphase. Der bürgerlich-liberale Konsens, der Schnitzlers Milieu charakterisierte, wurde in seinen Grund- überzeugungen herausgefordert.
Wissenschaftliche und technische Errungenschaften kennzeichnen Schnitzlers Zeitgenossenschaft.

Arthur Schnitzler lived through a time of profound political, social and intellectual change: the First World War transformed Austria from a huge multinational empire into a small Alpine republic; the liberal middle-class consensus which characterised the author's personal background began to disintegrate during this time, and new departures not only in science and technology but also in literary styles and conventions posed new challenges to a politically involved and acutely socially aware modern writer.


Band 3


Carmen Sippl


Slavica der Hermann-Bahr-Sammlung an der Universitätsbibliothek Salzburg

 

Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2001
ISBN: 3-906767-78-7

 

Der österreichische Literat Hermann Bahr (1863–1934) schenkte den Hauptteil seiner Privatbibliothek bereits 1932 der damaligen Studienbibliothek, heutigen Universitätsbibliothek Salzburg. Als einer der wichtigsten Vermittler der kulturellen Strömungen seiner Zeit setzte er sich intensiv auch mit den slavi­schen Literaturen und Kulturen auseinander, neben der russischen besonders mit jenen, die Teil auch der österreichischen Kulturgeschichte sind. Seine Büchersammlung gibt ein Zeugnis dieser Auseinandersetzung, zeigt Rezeptionsschwerpunkte und Lese- präferenzen, wirft ein Li­cht auf die Beziehungen zu Autoren und Übersetzern. Vorliegender Katalog verzeichnet ­erstmals alle Slavica, die in den Büchern ent- haltenen Spuren der Lektüre Bahrs, vorhandene Widmungen; Kurzkom­mentare zu den einzelnen Titeln weisen auf die kulturvermittelnde Rolle der Übersetzungsliteratur hin. 


Band 2


Szabolcs Boronkai


Bedeutungsverluste und Identitätskrise.
Ödenburgs deutschsprachige Literatur und Kultur im 19. Jahrhundert.

 

Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2001
ISBN: 3-906767-80-9


Wie funktionieren Literatur und Kunst in einer deutschsprachigen Stadt des Königreichs Ungarn im 19. Jahrhundert, in einer Zeit grundlegender wirtschaft- licher, gesellschaftlicher, kultureller, sprachlicher und ideologischer Umwälzungen? Wie verlor die Deutschsprachigkeit, die am Anfang der Epoche noch vorherrschend war, ihre Bedeutung im kulturellen und öffentlichen Leben? In welcher Beziehung stand dieser Prozess zur Entfaltung der ungarischen Nationalliteratur? Wie reagierte die ungarndeutsche Intelligenz auf das Vordringen des Nationalismus – und zwar auf das des ungarischen und des deutschen zugleich? Welche Formen und Möglichkeiten gab es zur Bildung einer ungarndeutschen Identität? Die vorliegende kulturhistorische und literatursoziologische Untersuchung vermittelt Einblicke in eine versunkene Kultur, deren Tragödie die zweifache Ausklammerung war: Ausländisches für die Deutschen, Fremdes für Ungarn.


Band 1

Russland - Österreich. Literarische und kulturelle Wechselwirkungen.

 

Herausgegeben von:
Johann Holzner
Stefan Simonek
Wolfgang Wiesmüller

Peter Lang Verlag
Bern u.a. 2000
ISBN: 3-906758-20-6



Vom 25. bis 28. November 1998 fand in Innsbruck ein Symposium zum Thema der kulturellen Wechsel wirkungen zwischen Russland und Österreich vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart statt. Die dort vorgetragenen Referate sind in überarbeiteter Form, und ergänzt durch einige neue Aufsätze, in diesem Band fest- gehalten. Im Besonderen werden Russlandbilder und -klischees in der österreichischen Literatur, Kontakte zwischen russischen und österreichischen Schriftstellern und Theatermachern, sowie intertextuelle Verbindungen behandelt. Dabei kommen kano- nisierte Werke ebenso ins Blickfeld wie Äusserungen der Unterhaltungskultur, Filme und Informationssendungen im Rundfunk und in der Tagespresse.

Institut für Slawistik
Universität Wien

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1090 Wien

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Letzte Änderung: 09.08.2016 - 12:46