Neue Mitarbeiter*innen im Wintersemester 2025/26
Das Institut für Slawistik der Universität Wien und die Studienprogrammleitung Slawistik freuen sich, im Wintersemester 2025/26 neue Mitarbeiter*innen am Institut begrüßen zu dürfen.
Ass.-Prof. Dr. Anna Seidel

Ass.-Prof. Dr. Anna Seidel
Assistenzprofessorin für westslawische Literaturen und Kulturen
Anna Seidel studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Europäische Literaturen an der Universität Wien, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2020 bis 2023 war sie Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, 2021 auch Stipendiatin am DHI Warschau. 2024 promovierte sie in Vergleichender Literaturwissenschaft mit slawistischem Schwerpunkt mit einer Arbeit zu literarischen Repräsentationen urbaner Räume und Praktiken in Städten in Ausnahmezuständen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Dissertation erschien unter dem Titel Die Stadt im Ausnahmezustand. Räumliche Subversionen in den Werken von Lidija Ginzburg, Miron Białoszewski und Dževad Karahasan beim Transcript Verlag (Open Access, 2025). Von 2023-2025 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der HU Berlin im Fachbereich Westslawische Literaturen und Kulturen tätig.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Energy und Environmental Humanities, Ecocriticism, Stadtliteraturen, Postmigrantische Literaturen und Kulturen, Gender Studies und Mitteleuropadiskurse. Sie ist Mitglied des DFG-geförderten Forschungsnetzwerks „Energie und Literatur: Texte, Theorien und Methoden aus komparatistischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive“, von ALUS (Association for Literary Urban Studies) und der Kommission für komparatistische slawische Literaturwissenschaft (Commission for Comparative Research on Slavic Literatures).
Darüber hinaus ist sie als Obfrau und Co-Direktorin von ‚MUSMIG -Museum der Migration‘ und im Board des Hofs der Kulturen am Volkskundemuseum Wien tätig.
Seit September 2025 ist Anna Seidel Assistenzprofessorin für westslawische Literaturen und Kulturen.
Dr. Bernd Christoph Ströhm, BA MA M.A.I.S.

Dr. Bernd Christoph Ströhm, BA MA M.A.I.S.
Universitätsassistent für russische und ostslawische Literatur-, Areal- und Kulturwissenschaft
Dr. Bernd Christoph Ströhm ist Slawist, Historiker sowie Ost- und Südosteuropa-Forscher. Er studierte Slawistik/Russistik an der Universität Wien, wo er 2012 den Bachelor- und 2016 den Masterabschluss erwarb. Von 2017 bis 2019 absolvierte er das interdisziplinäre Studium Master of Advanced International Studies (M.A.I.S.) an der Diplomatischen Akademie Wien mit den Schwerpunkten Internationale Politik, Ökonomie, Geschichte sowie Internationales und Europäisches Recht.
An der Universität Wien promovierte Dr. Ströhm 2024 mit einer Arbeit zum sowjetischen Dissens und zu den Beziehungen sowjetischer Dissidenten zu westdeutschen Korrespondenten. Während seines Doktorats untersuchte er zudem, wie die westdeutsche Berichterstattung über den sowjetischen Dissens die Ost-West-diplomatischen Beziehungen während des Kalten Krieges beeinflusste. Seit Juli 2025 ist er Postdoc Universitätsassistent (Post doc) für russische und ostslawischer Literatur-, Areal- und Kulturwissenschaft an der Universität Wien. Forschung und Lehre an der Universität Wien konzentrieren sich auf die Entwicklung des sowjetischen Dissens, russischer Emigration und Exilbewegungen sowie auf die Rolle deutschsprachiger Medien im Ost-West-Diskurs während des Kalten Krieges.
Neben Osteuropa beschäftigt sich Dr. Ströhm intensiv mit der historischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des Westbalkans. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Region im Kontext russischer Einflüsse, wobei er kulturelle, wirtschaftliche, politische und diplomatische Wechselwirkungen untersucht.
Er sammelte Lehrerfahrung an der Diplomatischen Akademie Wien, wo er Lehrveranstaltungen und Seminare zu Osteuropa und Südosteuropa abhielt. Thematische Schwerpunkte waren Russistik, die Entwicklung des internationalen Staatensystems, die Entwicklung des Westbalkans, die Außenpolitik Russlands sowie die sowjetische Exilbewegung. Dabei behandelte er auch die Einflüsse der Dissidentenbewegung und der Schriften sowjetischer Dissidenten auf den Zusammenbruch der Sowjetunion.
Karolina Wieserová, BA BA MA

Karolina Wieserová, BA BA MA
Universitätsassistentin für westslawische Sprachwissenschaft
Karolina Wieserová studierte Russistik und Bohemistik an der Universität Wien, wo sie sowohl ihren Bachelor als auch ihren Master absolvierte. Bereits während des Studiums war sie als Tutorin, Mentorin und Studienassistentin der Studienprogrammleitung tätig und konnte dabei vielfältige Einblicke in Forschung und Lehre gewinnen.
2021 begann sie ihr Doktoratsstudium an der Universität Salzburg und vertiefte dort ihre wissenschaftlichen Interessen. In ihrer Dissertation, die im Bereich der Morphosyntax angesiedelt ist, untersucht sie anhand korpusgestützter Analysen, wie Belebtheitsalternationen im Tschechischen grammatisch realisiert werden. Ihre Forschungsinteressen umfassen darüber hinaus vergleichende Linguistik, Standardisierung und Interkomprehension.
Neben der Arbeit an ihrer Dissertation erweiterte sie ihre Sprachkenntnisse um Polnisch, übernahm die Betreuung der Social-Media-Kanäle des Fachbereichs und absolvierte Weiterbildungen in den Bereichen Hochschuldidaktik und Wissenschaftskommunikation.
Ab Dezember wird sie als Praedoc Assistentin für Westslawistik am Institut für Slawistik der Universität Wien tätig sein.
