Fossile Brennstoffe decken den mit Abstand größten Anteil des weltweiten Energieverbrauchs. Drei Viertel der weltweit genutzten Energie kommt aus Erdöl, Erdgas oder Kohle. Auch Mitteleuropa wird primär durch fossile Energieträger angetrieben. Kohle, Öl und Gas gestalten unsere Fortbewegung, unser Arbeiten, unseren Alltag – und unsere Identitäten.
Beginnend im Mai 2026 geht die Veranstaltungsserie „CarbonCulturesxCE“ ebenjenen Verflechtungen zwischen Kultur und fossilen Brennstoffen sowie fossilgestützer Energie in Mitteleuropa nach. In Vorträgen, Lesungen, Performances und anderen Veranstaltungsformaten werden Wurzeln, Manifestationen und Auswüchse der mitteleuropäischen Petromoderne erkundet. Ziel ist es, die fossile Durchdrungenheit menschlicher Lebensweisen und Imaginarien in Mitteleuropa offenzulegen und dadurch gleichsam Veränderungspotentiale zu erarbeiten – für nicht-fossile, alternative Zukünfte.
Mehr Informationen zur Veranstaltungsserie auf: https://carboncultures.univie.ac.at/
Den Auftakt macht am 4. Mai 2026 ein Gastvortrag von PD Dr. Philipp Kohl (LMU München) über Böhmen am Urmeer; und darüber, wie Geologie und Nationalismus im Mitteleuropa des 19. Jahrhunderts zu unwahrscheinlichen Wegbegleitern wurden.
Die Veranstaltungsreihe wird organisiert und ausgerichtet von Ass.-Prof. Dr. Anna Seidel vom Institut für Slawistik der Universität Wien, in Kooperation mit dem Vienna Anthropocene Network.
Nächste Veranstaltungen:
4.5.2026, 13:15 Uhr
Wissenschaftlicher Gastvortrag // Philipp Kohl (LMU München): Böhmen am Urmeer. Die populäre Geologie der tschechischen Nationalbewegung
Institut für Slawistik, Universität Wien, Seminarraum 1
Dezember 2026 (genauer Termin tba)
Lesung & Gespräch // Literarische Reportage „Blizny“ von Marta Tomczok (Schlesische Universität Katowice) - Verschwundene Städte in Braunkohlegebieten und ihre Erinnerung
Das Programm wird kontinuierlich erweitert.
