Wie können Migrationsgeschichten vom Rand ins Zentrum offizieller Geschichtsschreibung gerückt werden? Was kann getan werden, um migrantische Geschichten dauerhaft zu bewahren? Diese Fragen stellten wir uns im Konversatorium "'Nur zu Gast?' Migrationsgeschichte(n) sammeln und erzählen". Dabei diskutierten wir nicht nur Fragen zum strukturellen Ausschluss migrantischer Erzählungen aus institutionellen Erinnerungsnarrativen. Die Teilnehmer:innen des Kurses beteiligten sich auch selbst an der Sammlung und Archivierung von Migrationsgeschichte. Sie führten eigenständig Oral History-Interviews mit Menschen, die aus slawischen Ländern nach Österreich migriert sind, durch - Interviews, die im Anschluss an den Kurs in die Oral History-Sammlung der Österreichischen Mediathek einfließen werden.
Die Ergebnisse dieses Arbeitens an einer stärkeren Sichtbarkeit migrantischer Geschichten in Österreich stellen die Studierenden gemeinsam mit den Kursleiterinnen Anna Seidel und Miranda Jakiša im Rahmen des Sommerfests des Instituts der Slawistik vor.
Am 12. Juni 2026, um 18:30 Uhr im Seminarraum 1.
Herzlichen Dank an die Österreichische Mediathek, die das Projekt methodisch begleitet hat!
