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Neue MitarbeiterInnen im Wintersemester 2017/18

Das Institut für Slawistik und die Studienprogrammleitung Slawistik freuen sich, im Wintersemester 2017/18 neue MitarbeiterInnen und Lehrende am Institut für Slawistik begrüßen zu dürfen.

Prof. CSc. Mgr. Adam Bžoch, PhD

Lehrbeauftragter für tschechische und slowakische Literaturwissenschaft

Adam Bžoch (1966) studierte Germanistik in an der Universität in Leipzig, seinen Doktortitel verteidigte er mit der Arbeit "Walter Benajmin und die ästhetische Moderne" am Institut für Weltliteratur der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava (Slowakei), wo er seit den 1990er Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist. 2005 habilitierte er sich an der Universität Prešov mit der Arbeit "Zwischen Erkenntnis und Wertung. Modalitäten der Literaturkritik", 2012 erreichte er den Professortitel. Zu seinen Forschungsgebieten gehören literarische und künstlerische Avantgarden in Mittelosteuropa, psychoanalytische Literaturwissenschaft, Methodologie der Kulturgeschichte und historische Kommunikationswissenschaft. 1996 war er Mitbegründer der Abteilung Niederlandistik am Lehrstuhl für Germanistik an der Comenius-Universität in Bratislava, später lehrte er Literaturtheorie an der Theaterakademie in Bratislava. 1998-99 war er Junior Fellow am Collegium Budapest, Institute for Advanced Studies. 2005 wurde er Lehrstuhlinhaber für Germanistik an der Katholischen Universität in Ružomberok. 2005 gründete er dort eine Sektion Niederlandistik. Ab 2006 wirkt er als Direktor des Instituts für Weltliteratur an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften. Seit den späten 1980er Jahren war er als Literaturkritiker und seit den 1990er Jahren als literarischer Übersetzter aus dem Deutschen und aus dem Niederländischen tätig (u. a. S. Freud, W. Benjamin, H. Müller, E. Jünger; H. Mulisch, A. Frank, J. Huizinga, M. ter Braak). Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen sowohl zur modernen deutschsprachigen Literatur, als auch zur mitteleuropäischen Lyrik, zur Geschichte und Theorie der Konversation und zur slowakischen Wissenschaftsgeschichte.

Adam Bžoch hält als Lehrbeauftragter an der Universität Wien im Wintersemester 2017 eine Lehrveranstaltung zur tschechischen und slowakischen literarischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Avantgarde.

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Lehrveranstaltungen

Univ.-Prof. Dr. Davor Dukić

Gastprofessor für bosnische/kroatische/serbische Literatur- und Kulturwissenschaft

Davor Dukić ist Professor für ältere kroatische Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb, zurzeit Leiter der Abteilung für Kroatistik.
Nach seinem Studium der Geschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität in Zagreb war er vier Jahre (1989–1993) am Institut für Ethnologie und Folkloristik als Assistent tätig. Sein Forschungsfeld war damals die südslawische mündliche Epik, vor allem ihre axiologischen Aspekte, bzw. die textimmanente Bewertung des epischen Konflikts. Diesem Problem hat er seine Magisterarbeit gewidmet, die später als Monographie unter dem "Titel Figura protivnika u hrvatskoj povijesnoj epici" (Zagreb 1998) veröffentlicht wurde.

Seit dem akademischen Jahr 1993/94 ist er am Lehrstuhl für Ältere Kroatische Literatur der Philosophischen Fakultät Zagreb tätig. Sein Unterrichts- und Hauptforschungsfeld ist seitdem die frühneuzeitliche kroatische Literatur. Dieses Korpus hat er unter verschiedenen methodologischen Ausgangspunkten untersucht, wie z. B. poetologischen, thematologischen, imagologischen und ideologiekritischen. Daraus sind folgende Publikationen hervorgegangen: "Poetike hrvatske epike 18. stoljeća" (Split 2002); "Sultanova djeca: predodžbe Turaka u hrvatskoj književnosti ranog novovjekovlja" (Zadar 2004); "Tematološki ogledi" (Zagreb 2008).

Sein Forschungsschwerpunkt liegt etwa in den letzten 15 Jahren auf dem Gebiet der Imagologie, d. h. beruht auf der Analyse der Repräsentationen von geokulturellen Räumen in literarischen Texten. Dieses Forschungsparadigma stand im Zentrum zweier internationaler Symposien, die er organisiert hat. Daraus sind folgende Sammelbände hervorgegangen: "Imagologie heute: Ergebnisse, Herausforderungen, Perspektiven" (Bonn 2012); "Geschichte als ein fremdes Land: Historische Bilder in Süd-Ost Europa [Hrsg. mit Z. Blažević und I. Brković; Bonn 2015].

In letzter Zeit hat er sein Forschungsinteresse auf die südslawischen Literaturen des 19. und 20. Jahrhunderts erweitert, insbesondere auf die Literatur der 1830er und 1840er Jahre. Des Weiteren fokussiert er sich auf das Werk Ivo Andrićs und auf die kulturellen Repräsentationen des politischen Häftlingslagers Goli otok (1949–1956).

Seit 2013 ist Davor Dukić Hauptredakteur der literaturwissenschaftlichen Zeitschrift Umjetnost riječi (Wortkunst).

Im Wintersemester 2017/18 wird er als Gastprofessor am Institut für Slawistik Lehrveranstaltungen zur bosnischen/kroatischen/serbischen Literatur- und Kulturwissenschaft halten.

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Lehrveranstaltungen

Theresa Grandits

Tutorin

Theresa Grandits hat nach der Matura am zweisprachigen Gymnasium in Oberwart das Bachelorstudium Bosnisch/Kroatisch/Serbisch am Institut für Slawistik absolviert. Mit WS 2017/18 beginnt sie ihr Masterstudium Allgemeine Slawistik. Seit dem SS 2017 studiert sie, aufgrund der Wahl von Russisch als zweite slawische Sprache, ebenfalls Russisch im Bachelor.

Im Wintersemester 2017/18 hält Theresa Grandits das Tutorium zur Vorlesung "Grundlagen der Slawistik".

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Elisabeth Hackl

Organisationsassistentin

Elisabeth Hackl hat 1998 am GRG3 Hagenmüllergasse maturiert.

Nach der Matura hat sie ein Jus Studium begonnen. Später bot sich ihr die Möglichkeit als Trainee in einer Filmproduktion mitzuarbeiten. In Folge war sie als Regie- und Produktionsassistentin bei Dokumentarfilmen tätig. Nach Beendigung dieser Produktionen war sie Assistentin der Vortragenden beim Lehrgang "BOKUdoku", und Projektadministratorin an der Universität für Bodenkultur in Wien. Danach war sie als Sekretärin an der technischen Universität Wien beschäftigt.

Ab Oktober 2017 ist Elisabeth Hackl Organisationsassistentin am Institut für Slawistik.

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Mag. Jernej Ključevšek

Lehrbeauftragter für Slowenisch

Jernej Ključevšek studierte slowenische Sprache und Literatur und Soziologie an der Universität Ljubljana.

Seit 2005 leitet er verschiedene Kurse am Zentrum für Slowenisch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Ljubljana und ist auch als Prüfer im Prüfungszentrum des Zentrums für Slowenisch tätig. Von 2008 bis 2010 arbeitete er als Slowenischlehrer an der Nationale Iwan-Franko-Universität Lemberg. Von 2010 bis 2011 war er Lektor für Slowenisch an der Universität Nottingham und unterrichtete auch an der UCL School of Slavonic & East European Studies in London. In den nächsten zwei Jahren war er Slowenischlehrer am II. Gymnasium Maribor. Von 2016 bis 2017 arbeitete er als Slowenischlehrer an der Universität Szombathely. An den Universitäten im Ausland  hat er zahlreiche kulturelle Ereignisse, Exkursionen und Vorlesungen organisiert.

Mehrmals unterrichtete er in dem Programm Anfangsintegration für Einwanderer in Maribor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Slowenisch als Fremdsprache. In diesem Kontext entsteht auch seine Dissertation.

Jernej Ključevšek hält im Wintersemester 2017/18 Lehrveranstaltungen zum Spracherwerb des Slowenischen.

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Lehrveranstaltungen

Christopher Rindhauser

Studienassistent

Nach erfolgreicher Matura am BG/BRG Laa/Thaya inskribierte Christopher Rindhauser im WS 2012/13 das Diplomlehramtsstudium Englisch/Russisch an der Universität Wien. Aufgrund des Zivildienstes beim Roten Kreuz pausierte er 2013 sein Studium. Neben dem Studium engagiert er sich in der Studierendenvertretung (SlaviGru) und absolvierte Auslandsaufenthalte in Russland, Weißrussland und China. Er interessiert sich auch für andere Sprachen wie Tschechisch und Französisch und absolviert Fortbildungen außerhalb seiner philologischen Studien, wie den CIFE EU-Lehrgang. Im Studium gilt sein Interesse vor allem der Sprachwissenschaft und der Didaktik, in welcher er demnächst an seiner Diplomarbeit zu arbeiten beginnen wird.

Ab Oktober 2017 ist Christopher Rindhauser als Studienassistent der Studienprogrammleitung tätig und übernimmt den bisherigen Aufgabenbereich von Vicky Reiter.

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Dr. Naděžda Salmhoferová

Senior Lecturer für Tschechisch

Naděžda Salmhoferová absolvierte 1990 das Bohemistik- und Germanistikstudium an der Südböhmischen Universität České Budějovice.
Im Jahr 2002 promovierte sie am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien zum Thema "Das Rollenbild der Übersetzenden im Prozess der interkulturellen juristischen Kommunikation." Seit 1997 ist sie als Lehrbeauftragte / Senior Lecturer und als Sprachbereichskoordinatorin für Tschechisch am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien tätig. Seit 1992 ist sie Mitorganisatorin von Sommerkollegs für Tschechisch, die in Zusammenarbeit der Universität Wien und der Südböhmischen Universität České Budějovice im Rahmen der Aktion Österreich – Tschechische Republik alljährlich stattfinden. Ihr besonderes Interesse liegt im Bereich der Sprach- und Übersetzungsdidaktik sowie des Fachübersetzens.

Ab Oktober 2017 ist Naděžda Salmhoferová am Institut für Slawistik als Senior Lecturer für Tschechisch tätig.

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Lehrveranstaltungen

Mgr. Markéta Schürz Pochylová, PhD

Gastlektorin für Tschechisch

Markéta Schürz Pochylová studierte Tschechische Philologie an der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität in Olmütz. Im Jahr 2004 schloss sie das Studium mit Auszeichnung ab und erhielt den Titel „Mgr“. Anschließend absolvierte sie an der Palacký-Universität in Olmütz das Doktoratsstudium im Fach "Tschechische Sprache", welches sie 2012 ebenfalls mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss und dadurch den akademischen Grad "Ph.D." erhielt.

Im Jahr 2001 absolvierte Markéta Schürz Pochylová das Seminar "Tschechisch als Fremdsprache" und erhielt das entsprechende Zertifikat über die Befähigung zum Unterricht von Tschechisch als Fremdsprache. 2003 erhielt sie an der Palacký-Universität in Olmütz das Zeugnis über die Befähigung zur Lehrtätigkeit für den Gegenstand "Tschechische Philologie".

Ebenfalls im Jahr 2003 studierte sie Ungarisch an der Sommerschule der Katholischen Péter-Pázmány-Universität in Piliscsaba, Ungarn. An derselben Universität absolvierte sie anschließend von 2004 bis 2005 ein einjähriges, postgraduales Studium der Ungarischen Sprache sowie Sprachwissenschaft.
Von 2004 bis 2013 war sie Lektorin für Tschechisch an der Katholischen Péter-Pázmány-Universität in Piliscsaba, Ungarn.

Zu laufenden Tätigkeiten seit 2002 gehören die Teilnahme an einschlägigen Konferenzen, Korrekturen von wissenschaftlichen Publikationen sowie eigene wissenschaftliche Arbeiten. Seit 2007 war Markéta Schürz Pochylová auch regelmäßig als Tschechisch-Lektorin an der Sommerschule für slawische Sprachen in Olmütz tätig. Seit 2015 beteiligt sie sich außerdem an der Organisation von gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltung für die tschechische Gemeinde in Wien und schreibt darüber informierende Zeitungsartikel für "VÍDEŇSKÉ SVOBODNÉ LISTY".

Zu ihrem fachorientierten Interesse gehören die Grammatik der Tschechischen Sprache, allgemeine Linguistik, Sprachtypologie, Kontrastive Linguistik sowie Tschechisch als Fremdsprache. Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt in der Analyse von Komposita bei genetisch nicht verwandten Sprachen, vorwiegend auf Grundlage von Tschechisch, Ungarisch und Deutsch.

Im Wintersemester 2017 hält Markéta Schürz Pochylová Lehrveranstaltungen zum Spracherwerb des Tschechischen.

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Lehrveranstaltungen

Mag. Dr. Katharina Klara Tyran

Universitätsassistentin

Katharina Tyrans Forschungsinteressen liegen in der Südslawistik, mit einem interdisziplinären Ansatz. Sie beschäftigt sich vor allem mit Themenbereichen der Minderheitensprachen, Grenzraumforschung und Identitätsfragen, Schriftlinguistik, Sprachgeschichte und Soziolinguistik.

Katharina Tyran studierte von 2001 bis 2007 Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Russisch am Institut für Slawistik der Universität Wien. In ihrer Magisterarbeit beschäftigte sie sich mit einem der ältesten erhaltenen Schrift- und Sprachdenkmäler der burgenländischen Kroaten und analysierte die 1564 entstandenen, in drei Schriften in einem Missal notierten handschriftlichen Eintragungen. Diese Forschung wurde 2010 als zweisprachige Monographie "Das Klingenbacher handschriftliche Fragment: eine Analyse des ältesten Schrift- und Sprachdenkmales der Burgenländischen Kroaten – Klimpuški rukopisni fragment: Analiza najstarijega poznatoga pisanoga i jezičnoga spomenika gradišćanskih Hrvata" veröffentlicht. 2007 wechselte sie dann an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie bis 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Institut für Slawistik am Lehrstuhl für Südslawische Sprachen und Kulturen war. 2014 schloss sie ihr Promotionsstudium der Slawischen Sprachen an der HU Berlin mit einer Arbeit zu Identifikations- und Sprachenfragen bei den Burgenländischen Kroaten ab, die 2015 unter dem Titel "Identitäre Verortungen entlang der Grenze: Verhandlungen von Sprache und Zugehörigkeit bei den Burgenländischen Kroaten" publiziert wurde.

In den vergangenen Jahren war Katharina Tyran freiberuflich tätig und konnte so den akademischen Bereich auch mit dem außeruniversitären Raum verbinden: Sie wirkte bei Konferenzorganisationen mit, moderierte Veranstaltungen, übersetzte akademische, journalistische und publizistische Texte, vornehmlich aus dem Kroatischen und Serbischen ins Deutsche, leitet Workshops zum Themenbereich "Minderheiten und Identität". Im Winter 2016 und Frühling 2017 war sie im Auftrag des Vereins Wien Wissen als Redakteurin und Teil des Organisations-Teams für zwei Großveranstaltungen tätig, die gezielt die Wissenschaft in die Öffentlichkeit tragen – den Wiener Ball der Wissenschaften, der im Jänner 2017 zum dritten Mal stattfand, sowie den im April 2017 abgehaltene Vienna March for Science.

Ab September 2017 ist Katharina Tyran als Universitätsassistentin am Institut für Slawistik tätig.

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Letzte Änderung: 12.06.2015 - 16:04